Dienstag , 16 Oktober 2018
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Was es heißt einen Hund zu haben: Längere Zeit verreisen

Foto von David Sedlecký

Foto von David Sedlecký

Eine Familie mit Haus, Garten und Hund. Das ist die ideale Vorstellung von einem perfekten Familienleben vieler junger Menschen. Wenn denn die Entscheidung fällt die Familie mit einem Hund zu bereichern werden zu oft die „Nachteile“ bzw. die Veränderungen in der Haushaltsplanung ausgeblendet. Nicht selten sind junge Familien mit dem Hund überfordert und werden sich über die Folgen was es heißt Hundebesitzer zu sein erst dann bewusst, wenn der Hund schon lange da ist.

In dieser Serie erläutern wir die vielzähligen Nachteile auf die sich jeder Bewusst machen sollte bevor er sich einen Hund anschafft. Diesmal geht es ums länger wegbleiben und verreisen.

Einen Hund zu haben bringt nicht selten einen Haufen Nachteile mit sich. Zu mindestens äußerlich. Hundebesitzer können oft nicht einfach wegfahren oder länger und gar über Nacht wegbleiben, ohne sich der verantwortungsvollen Fürsorge dem Hund gegenüber Gedanken machen müssen. Immer eine Lösung zu haben wer sich um den Hund kümmert wenn man mal nicht Zu Hause ist, ist schier unmöglich.

Den Hund einfach abschieben und Urlaub genießen? Wer´s kann.

Auch das verreisen wird zu einer erschwerten Aktivität. Das fängt schon bei der Reiseplanung an. Will man ohne Hund verreisen muss man sich überlegen wer den Hund in der Zeit der Abwesenheit betreut ihm ein geborgene Umgebung schafft und sich mit ihm beschäftigt. Tierheime und Tierpensionen sind ein No-Go da der Hund die ganze Zeit über darauf warten würde das Herrchen oder Frauchen wiederkommen und ihn abholen. Es müsste also jemand bereit sein den Hund in Obhut zu nehmen den der Hund kennt und eine positive Beziehung zu dem Hund hat. Der Hund soll sich ja schließlich auch wohlfühlen während der Rest des Rudels sich amüsiert.

Vereisen mit einem Hund bedeutet starke Einschränkungen bei der Reiseauswahl.

Einen Urlaub mit dem Hund zu machen ist die beste Option. Für den Hund ist die Reise in eine ganz andere Umgebung wo vielleicht andere Botanik und somit andere Gerüche herrschen, anderer Landschaften, das Meer all das ist für einen Hund ebenso spannend und aufregend wie für unsereins und will sich die unbekannten Eindrücke auf keinen Fall entgehen lassen. Will man seinen Hund mitnehmen, fallen schon weit über die Hälfte aller Reiseangebote weg. Hunde sind in vielen Ferienanlagen gar nicht erst erwünscht. In der Regel bleiben Ferienhäuser oder Wohnungen die einzige Möglichkeit einen entspannten Urlaub mit seinem Hund zu verbringen. Dazu kommt das das gute alte Camping. Das ist aber erstens nicht jedermanns Sache und bei ohnehin schon diesen reduzierten Platzverhältnissen, winken viele lieber gleich ab.

Hunde bringen nicht nur Freu(n)de ins Haus.

713505_web_R_K_by_Petra Bosse_pixelioWer sich einen Hund anschaffen will, hat zunächst meist eher romantische Vorstellungen davon wie er als Hundehalter mit seinem Hund lange Spaziergänge im Wald, am See oder auch am Meer unternimmt. Dem Hund dabei locker aus dem Handgelenk das Stöckchen wirft und er apportiert. Doch oft setzen sich die Interessenten nicht genug mit möglichen Problemen auseinander die ein Hund mit sich bringen kann.

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Gerade in Familien mit Kindern, Haus und Garten sind Hunde besonders gefragt. Oftmals geht der Wunsch Kindes voraus, die Familie mit einem Hund zu bereichern. Man entwickelt Vorstellungen davon wie der Hund das Leben im Haushalt aufpeppt und den Kindern sowie Eltern viel Freude bereitet, man Spaß mit ihm hat, ihn kuscheln kann oder sich auch herzlich über seine Eigenarten amüsieren kann.

Womit wir auch schon beim Stichwort wären. Jeder Hund bringt von Natur aus seine eigenen Eigenarten mit, die zum Teil alles andere als Spaß machen. Kommt der Hund aus dem Welpenalter in das sogenannte Flegelalter, beginnt man ungewünschte Charaktereigenschaften als großes Problem anzusehen.

Ein Hund kann für allerhand Probleme sorgen und viel Ärger bereiten. Sei es das er anfängt im Haus allerhand an Interieur, Bekleidung und Schuhe zu zerkauen, nicht Stubenrein ist oder Besuch gegenüber sehr aufmüpfig oder gar aggressiv entgegen tritt.

Das Gassi gehen kann zu einer absoluten Tortur werden. Der Hund zerrt an der Leine und will einfach nicht beifuß gehen, macht man ihn kaum von der Leine los büxt er aus, springt andere Hunde an die möglicherweise körperlich stark unterlegen sind oder macht sein Geschäft an Orten an den er dies nicht darf. Nicht selten geraten Hundehalter gerade größerer Hunde mit Passanten oder anderen Hundehaltern aufgrund schlechtem Verhalten des Hundes aneinander.
Natürlich ist der Hundeinteressent nicht fernab der Realität und kennt solch mögliche Probleme. Doch durch sein Wunschdenken erhofft er sich in der Erziehung stets alles richtig zu machen und einen braven Hund zu erziehen.

Um dies zu gewährleisten, gehört es dazu dem Hund vom ersten Tag an die Hierarchien innerhalb der Familie zu verdeutlichen und ihm klare Grenzen und Regeln aufzuzeigen auch wenn er mit seinem Hundeblick noch so herzzerreißend niedlich auf einen wirkt.
Wird der Hund konsequent richtig und ohne Nachlässigkeiten erzogen Wie es in vielen Ratgebern vorgeschlagen wird, hat man gute Chancen das der Hund keine bzw. je nach Charaktereigenschaften der Rasse nur wenig Probleme macht.