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Monatliches Archiv: Februar 2015

Schlanke Hunde durch Diät haben eine längere Lebenserwartung

Foto von Piotr Czerniawski

Foto von Piotr Czerniawski

Durchschnittlich zwei Jahre länger leben Hunde auf Diät als ihre Artgenossen, die sich nach Belieben den Bauch voll schlagen dürfen

Bewiesen durch Langzeitstudie
48 Labradore aus sieben verschiedenen Würfen wurden über einen Zeitraum von 14 Jahren in einer amerikanischen Langzeitstudie beobachtet, bei der erstmalig die Diät von Hunden lebenslänglich kontrolliert und ausgewertet wurde. Sie wurden jeweils paarweise gehalten, wobei jeweils einer der Hunde ab der neunten Lebenswoche 25 Prozent weniger Futter bekam als der andere. Die dünneren Hunde im Alter von 13 Jahren litten im Durchschnitt seltener an schweren Krankheiten wie z.B. der schmerzhaften und bewegungseinschränkenden Osteoarthritis, als die Partnerhunde mit einem Durchschnitt von 11,2 Jahre.

Bei Hunden ist auch die Fettleibigkeit ein Problem
„Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen ist ein sehr ernstes Problem, und auch bei Tieren darf man nicht drüber hinwegsehen“, sagt Dr. Gail Smith von der tiermedizinischen Fakultät der Universität von Pennsylvania/USA. „Wir hoffen, dass diese Studie Interesse bei den Hundehaltern weckt, sich mit Ernährungs- und Gesundheitsfragen auseinander zu setzen. Fitness ist sowohl für Mensch als auch Tier immens wichtig.“ Julie Churchill, die eine Diätklinik an der tiermedizinischen Fakultät der Universität von Minnesota betreibt, bezeichnet die Ergebnisse der Studie als bahnbrechend. „Die meisten Menschen verharmlosen das Übergewicht ihrer Haustiere und dessen Auswirkungen. Viele finden ihre Tiere sogar niedlicher, wenn sie dick sind. Anhand der Ergebnisse dieser Studie kann ich den Leuten beweisen, dass ihre Tiere mehr gesundheitliche Probleme haben und sogar früher sterben werden, wenn sie dick sind.“

Gewichtskontrolle regelmäßig kontrollieren
Das Gewicht des Hundes sollte regelmäßig kontrolliert werden oder mindestens bei den im Turnus wahrnehmenden Impfterminen. Sollten sich Auffälligkeiten aufzeigen, erarbeitet der Tierarzt einen speziellen Diätplan. Für übergewichtige Tiere bietetder Fachhandel spezielle Futtersorten an. Leckerchen sollten nur kontrolliert gefüttert werden und dürfen nicht zur Hauptmahlzeit des Hundes werden.

Sichtzeichen als Befehl für den Hund

Foto von Erin A. Kirk-Cuomo

Foto von Erin A. Kirk-Cuomo

Wenn der Hund „arbeiten“ darf, ist er glücklich. Das funktioniert aber nur, wenn Mensch und Hund miteinander kommunizieren können.

Lernen sich gegenseitig zu Verstehen
Ob wir den Vierbeiner zum Fährtenhund, zum Beherrscher des Agility-Parcours, zum Jagdbegleiter oder einfach nur zum vierbeinigen Freund erziehen wollen, auf den in jeder Situation Verlass ist, spielt keine Rolle. Eine olide Grundausbildung ist immer von Vorteil. Und dafür ist nötig, dass er uns versteht, weiß, was Sie von ihm wollen. Aber: Unsere Hunde haben keine eigene Sprache und verstehen auch die menschliche Sprache nicht. Begrenzt sind deshalb die Mittel für die Kommunikation mit dem Hund. Sichtzeichen zu verwenden, ist eine Möglichkeit. So kann beispielsweise unser Pfiff oder Ruf optisch unterstützt werden, indem wir mit einer oder auch mit beiden Händen leicht auf die Oberschenkel klopfen.

Sichtzeichen als Kommunikationsmittel mit dem Hund
Verbinden Sie durch erhobenen Zeigefinger nachdrücklich den Befehl „Sitz!“. Die gleiche Haltung des Zeigefingers kann den Hund zum Lautgeben veranlassen, nur wird dazu der Zeigefinger im Rhythmus des Bellens bewegt. Der Hund wird vor uns zum Sitzen gebracht und dann, verbunden mit der rhythmischen Bewegung des Zeigefingers, auf Kommando „Gib Laut!“ zum Bellen veranlasst. Mit dem Senken des Armes bietet es sich zudem an, den Befehl „Platz“ zu verbinden. Mit einem Signal, dass auch von weitem erkennbar ist,  könnten Sie z.B. auch für den Befehl „Hier“ den Arm in die Höhe strecken. Wenn sie ein Leckerli in der Hand halten und es ihrem Hund sofort geben, wenn er angesaust kommt, funktioniert die Verbindung zwischen erhobenem Arm und „Hier“ besonders schnell. Mit dem Handsignal verbindet ihr Hund nicht nur ein Befehl, sondern auch, dass er sich was Feines abholen darf. Umso lieber wird ihr Hund dem Befehl auch folgen.

Sprachbefehle mit Sichtzeichen kombinieren
Letztendlich bleibt es Ihrer Fantasie überlassen, welche Sichtzeichen Sie für welches Kommando nutzen. Ihr Hund wird den Zusammenhang bald begreifen und künftig auch schon den reinen Hand-Zeichen folgen, wenn Sie Ihre Befehle konsequent mit Sichtzeichen untermalen – Voraussetzung ist natürlich, dass diese auch stets dieselben sind.

So bringen Sie ihrem Hund das Nein bei

Foto von Aquisgrana

Foto von Aquisgrana

Ob Ihr Hund nun jeden Dreck vom Boden auffrisst oder wieder Ihren Lieblingssessel besetzt. Ihr Hund muss verstehen lernen, was „Nein!“ bedeutet.

Grundlegendes
Wenn ihrem Hund etwas verboten werden soll, dann muss ihm das „Nein!“ erteilt werden. Dabei kann man diesen Befehl nicht so einfach trainigen, wie beispielsweise „Sitz“. Denn hierbei müssen Sie immer auf eine Situation warten, in der Ihr Vierbeiner etwas „Verbotenes“ macht. Bei einem neuen Hund sind die Chancen hoch, dass er etwas verbotenes oder falsches macht, vor allem beim Üben der anderen Kommandos.

Im Vorfeld die Verbote festlegen
Sie sollten sich im Vorhinein bereits darüber im Klaren sein, was Ihr Hund darf und was nicht, bevor Sie sich einen Hund anschaffen. Es gibt große Unterschieden bei Hundehaltern, was der Hund darf oder nicht. Manche Besitzer mögen es, wenn der kleine Vierbeiner mit im Schlafzimmer schläft oder sich zu Ihnen auf die Couch gesellt, andere lehnen das strikt ab.

Konsequent sein, um Verwirrungen zu vermeiden
Sie müssen konsequent sein, damit Sie den Hund bei Verboten nicht verwirren. Der Hund versteht zum Beispiel nicht, dass er nicht in die Küche darf, während Mutter dort kocht, aber wieder herein darf, wenn Vater dort abspült. Über die Regeln sollten sich also auch mit den anderen Personen im Haushalt einig sein.

In Kombination mit anderen Befehlen
Zusammenhang mit den anderen Befehlen können Sie das „Nein!“ während des Trainings kombinieren. Zum Beispiel, während Sie Ihrem Hund das Sitz beibringen. Ihr Hund wird gelobt, wenn er das Kommando richtig ausführt hat. Sagen sie mit fester Stimme „Nein!“, sobald er sich aber wieder erheben will, und dann je nachdem beim „Sitz“ oder „Platz“. Auf diese Weise verknüpft Ihr Hund „Nein!“ mit etwas, das er nicht machen darf und wofür es kein Leckerli gibt. In keinem Fall sollten Sie Ihren Hund bestrafen!

Im Alltag integrieren
In anderen Situationen fällt es Ihnen nun leichter Ihrem Hund verständlich zu machen, was Sie von ihm verlangen. Geben Sie ihm durch ein klares und deutliches „Nein!“ zu verstehen, dass er damit aufhören soll, sobald er wieder Anstalten macht, an Ihrem Pantoffel kaut oder Ihre Couch zu besetzen. Sie sich dabei nie aus der Ruhe bringen lassen. Sagen Sie aber nur dann „Nein!“, wenn Ihr Vierbeiner noch dabei ist, sonst kann er seine Handlung nicht mehr mit Ihrem Kommando verknüpfen.

Loben statt Frustratieren
Bauen Sie wieder eine Aktion ein, bei der Sie Ihren Vierbeiner loben können, nachdem Ihr Hund etwas verboten bekommen hat. Zum Beispiel ein „Hier“ oder „Platz“. Damit verhindern Sie, dass Ihr Liebling 20mal an einem Tag gerügt wird und nur einmal gelobt. Es geschieht oft, dass man dem Kleinen, während seines Welpenalter, seine Grenzen aufzeigen muss. Damit bei Ihrem Hund keine Frustration ausgelöst wird, sollte dies aber vermieden werden. Beobachten Sie daher Ihren Hund genau, um dadruch das Gefühl dafür zu bekommen, wie es Ihrem Hund geht und wann Sie ihn wieder mal loben sollten.

Hilfe vom Hundetrainer
Es können sich Fehler beim Üben eingeschlichen haben, wenn Sie dennoch Schwierigkeiten haben, Ihrem Hund verständlich rüberzubringen, was für ihn tabu ist. Beurteilen kann dies aber nur eine professionelle Hilfe. Suchen Sie einen Hundetrainer auf, der Ihnen Rat geben kann, falls Ihr Hund anders reagieren sollte, als wie bei uns beschrieben.

Das ist zu tun, wenn ihr Hund ständig Durst hat

hund-wassernapfFür Hunde ist viel trinken wichtig. Doch es stimmt etwas nicht, wenn ihr Hund zwei Liter oder mehr Wasser am Tag schlabbert. Die Faustformel im Normalfall beim Hund: bis zu 70 Milliliter pro Tag und Kilogramm.

Krankheitssymptom bei übermäßigen Durst
Es ist ganz normal, wenn ihr Hund Trockenfutter liebt und dadurch viel trinkt. Hierbei sollten Sie das Trockenfutter am besten in Wasser aufweichen. Ein Symptom für extremen Durst bei unkastrierten Hündinnen kann eine Gebärmutterentzündung sein. Weitere Ursachen können auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Nebennierenrindenüberproduktion (Cushing-Syndrom) sein. Ihr Hund sollte auf eine Niereninsuffizienz untersucht werden, wenn er zudem auch viel pinkeln.

So können Sie ihrem Hund helfen
Glukokortikoide (Kortison) oder Entwässerungstabletten bei Herzerkrankungen machen durstig. Daher ist es immer gut zu wissen, welche Medikamente Ihr Hund bekommt. Dann brauchen Sie sich keine weiteren Sorgen zu machen. Sie sollten schnell handeln, wenn eine Gebärmutterentzündung (Pyometra) hinter dem Durst steckt. Der Verdacht besteht, wenn das veränderte Trinkverhalten circa sechs Wochen nach der letzten Läufigkeit auftritt und die Hündin Fieber hat.

Tierarzt aufsuchen
Bei Verdacht auf Pyometra müssen Sie Ihren Hund sofort dem Tierarzt vorführen. Eine eitrige Entzündung der Gebärmutter ist immer ein Notfall und die rechtzeitige Behandlung kann somit Leben retten. Der Tierarzt kann mit einer Blutprobe überprüfen, ob eine Nierenerkrankung vorliegt.

Das ist zu tun bei tränenden Hundeaugen

Foto von Karruption

Foto von Karruption

Zwei Gründe können tränende Augen bei Hunden haben: Die Tränen können nicht über den Tränennasenkanal abfließen, oder es wird zu viel Flüssigkeit von den Tränendrüsen produziert.

Typische Ursachen
Ein Hundeauge sollte nicht zu feucht und nicht zu trocken sein. Eine verstärkte Tränenproduktion kann durch Reizungen der Hornhaut verursacht werden. Es ist ein Schutzmechanismus des Auges, durch den Gefahrenquellen herausgespült werden sollen. Solche Reize können allergische Reaktionen, Fremdkörper, eine Entzündung des Auges, oder ein sogenanntes eingerolltes Augenlid sein, auch Entropium genannt, das auf der Hornhaut kratzt.

Das Weinen kann aber auch der Fahrtwind beim Autofahren verursachen, wenn der Hund durch das offene Fenster schnüffelt. Die Tränen laufen nicht mehr vom inneren Augenwinkel in die Nasenhöhle, wenn der Abfluss mal verstopft ist, sondern kullern über das Gesicht und hinterlassen schwarze Spuren auf Haut und Fell.

Diese Hunderassen sind davon oft betroffen:

  • Yorkshireterrier
  • Pudel
  • Malteser

So helfen Sie Ihrem Hund
Nur einseitig treten Fremdkörperprobleme häufig auf, unter die Nickhau klemmen sich Eindringlinge. Versorgen Sie ihren Hund niemals mit alten, womöglich abgelaufenen Augensalben! Mit physiologischer Kochsalzlösung wischen Sie morgens und abends die Tränen ab, um die Tränenspuren zu vermeiden. Verhindern Sie, dass die Tränen mit Haut und Haaren in Kontakt kommen und diese verfärben, indem Sie Vaseline auf die Haut ums Auge schmieren.

Tierarzt aufsuchen
Suchen Sie umbedingt einen Tierarzt auf, wenn eitriger Augenausfluss vorhanden ist oder der Hund sich am Auge reibt oder Fieber hat. Denn das Tränen kann auch ein erstes Zeichen auf eine Allgemeininfektion sein.

Diese Lebensmittel und Pflanzen sind Gift für den Hund

Foto von André Karwath

Foto von André Karwath

Schnell kann es passiert sein, wenn man mal ein paar Minuten nicht aufgepasst hat: Der Hund hat etwas gefressen, was ihm nicht bekommt.

Sofort den Tierarzt aufsuchen
Es gibt Lebensmitteln, die uns schmecken, jedoch für den Hund nicht gut sind. Dies kann nicht nur stark gesundheitsschädlich sein, sonder sogar zum Tod führen. Der Grund dafür ist, dass Hunde und Menschen einige Lebensmittel unterschiedlich verstoffwechseln. Rufen Sie bitte sofort den Tierarzt an, falls Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund mit Gift in Berührung gekommen ist oder es aufgenommen hat  – auch am Abend oder am Wochenende.

Giftige Lebensmittel
Zu den giftigen Lebensmitteln gehören:

  • Schokolade
  • Weintrauben und Rosinen
  • Rrohes Schweinefleisch
  • Einige Avocado-Sorten
  • Zwiebeln jeglicher Art.

Kleine Mengen können schon eine Vergiftungserscheinungen auslösen. Es kommt jedoch immer auch auf die Menge, die Hunderasse und das Körpergewicht des Hundes an.

Schokolade
Nicht nur gesundheitsschädlichen Hüftspeck, sondern auch schwere Vergiftungen verursacht Schokolade bei den Hunden. Da Kakao Theobromin enthält, kann dies in einer Dosis von 100mg pro kg Körpergewicht des Hundes tödlich wirken. Zu Vergiftungserscheinungen kommt es aber bereits bei sehr viel kleineren Mengen. Auf den Genuss von Schokolade reagieren epileptische Hunde besonders heftig. Schwere Anfälle kann schon ein winziges Stückchen auslösen. Zu folgenden Symptomen führt das Naschen bei anderen Hunden nach vier bis zwölf Stunden:

  • Unruhe
  • Erregung
  • Erbrechen
  • Durchfall

Das ist noch nicht alles. starker Harndrang bis zur Inkontinenz, Muskelzittern, Muskelkrämpfe und Lähmungen der Hinterhand sind danach die weiteren Symptome. Schließlich versagt das Herz und führt das Tier zum Tod. Nur sehr langsam scheiden Hunde das Theobromin aus. Es kann somit zu einer Anhäufung von Theobromin im Körper kommen, wenn der Hund regelmäßig ein Stückchen Schokolade bekommt. Je höher der Kakaoanteil in einer Schokolade, desto gefährlicher ist sie für Hunde!

Weintrauben und Rosinen
Akutes Nierenversagen verursachen Weintrauben und Rosinen bei Einnahme in großen Mengen bei Hunden, was zum Tod führen kann.

Rohes Schweinefleisch
Rohes Schweinefleisch kann den Pseudowut-Virus enthalten. Der Virus ist für Menschen ungefährlich, für Hunde jedoch tödlich.

Avocado
Avocados beinhalten den Inhaltsstoff Persin und können Vergiftungserscheinungen hervorbringen. Auch hier kann es zu einer tödlichen Herzmuskelschwäche bei einer zu hohen Dosis kommen.

Zwiebeln
Zwiebeln in großen Mengen, egal ob roh, gekocht oder gedünstet, sie alle enthalten die Stoffe Allylpropyldisulfid und N-Propyldisulfid. Diese lösen im Verlauf eine lebensbedrohliche Blutarmut aus, denn sie verursachen eine Zerstörung der roten Blutkörperchen.

Giftige Pflanzen
Oft wird die Giftigkeit von Pflanzen unterschätzt. Dass Hundehalter oft eine für den Hund giftige Pflanze im Haus oder Garten besitzen, davon wissen die meisten nichts.

Zu den giftigsten Pflanzen in der Natur gehören:

  • Goldregen
  • Eisenhut
  • Fingerhut
  • Seidelbast
  • Buchsbaum
  • Eibe
  • Maiglöckchen
  • Oleander

Die meisten dieser Pflanzen lösen starke Magen-Darmreizungen, mit Erbrechen und Durchfall aus. Sie können bei größeren Mengen auch zum Tod führen.

Vorsicht bei folgenden Zimmerpflanzen:

  • Efeu
  • Philodendron
  • Calla
  • Topfazalee
  • Primeln
  • Dieffenbachia
  • Weihnachtsstern
  • Korallenbäumchen

Häufige Ursache für kahle Stellen im Hundefell

Foto von SrA Veronica Pierce

Foto von SrA Veronica Pierce

Sie sollten kahle Stellen im Fell des Hundes immer genau untersuchen. Denn häufig stecken Fadenpilze dahinter. Auch der Fußpilz des Menschen zu diesen Pilzen gehört, der bekanntlich gerne überspringt.

Kahle Stellen können durch Fadenpilze verursacht werden
Mikrosporum canis, der häufigste Hundehautpilz, ist ebenfalls äußerst ansteckend, besonders für immunsuppressive Menschen oder sogar Kinder. Er hinterlässt etwa fünfmarkstückgroße haarlose Stellen, die von einem roten Wall umgeben sind. Ursache für kahle Stellen im Fell können aber auch Zeckenbisse, Verletzungen, sogar Injektionen sein. Meist infizieren sich die Stellen durch ständiges Belecken, Kratzen und Beißen (Leckdermatitis). Nackte, stark pigmentierte, verdickte Stelle entstehen auch gerne bei schwereren Hunden.

Richtig behandeln
So helfen Sie Ihrem Hund: Bei Pilzverdacht sollten Sie den Hund erst einmal unter Quarantäne stellen und Decken, Körbchen, Autositze, Fellbürsten desinfizieren – und ganz wichtig: stets Gummihandschuhe tragen. Bei einer Leckdermatitis muss der Hund den Plastikkragen tragen. Durch Liegekissen vermeiden sie bei großen Hunden die Liegeschwielen. Melkfett oder Vaseline helfen gegen Austrocknung und Risse in der Hornhaut.

Tierarzt aufsuchen
Hautpilze sollten generell vom Tierarzt behandelt werden. Der Tierarzt wird bei bakteriellen Erkrankungen wahrscheinlich Antibiotika verschreiben, die nach ärztlicher Anweisung ihr Hund zu sich nehmen muss.

Gesundheitsvorsorge für Welpen und Junghunde

Foto von epSos.de

Foto von epSos.de

Einige Tipps zur Gesundheitsvorsorge und Gefahrenvermeidung bei Welpen und Junghunde – so bleibt Ihr kleiner Racker gesund!

Vorsichtsmaßnahmen, bevor der Welpe einzieht
Wenn bei der Familie ein Hundewelpe im Alter von etwa acht Wochen als neues Familienmitglied einzieht, kann man ihn durchaus mit einem Kleinkind vergleichen. Von einem Abenteuer zum anderen tapst er ohne Gefahrenbewusstsein, wissensdurstig und tollpatschig herum. Alles kann zu einer Gefahr für ihn werden – egal ob Steckdosen, Zimmerpflanzen, Wollknäuel, Stromkabel. Bevor das Hündchen kommt, machen Sie es also so, wie es Eltern von Kleinkindern empfohlen wird. Halten Sie Ausschau nach allem, gehen Sie auf alle Viere, krabbeln Sie jeden Quadratmeter Wohnung ab , was den vierbeinigen Entdeckungsreisenden gefährden könnte. Wie viele Gefahrenquellen Sie finden werden, wird Sie zum Staunen bringen! Während der ersten Wochen sollten Sie, trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen, Ihren Welpen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Der erste Tierarztbesuch
Den Tierarzt sollten Sie nach einer kurzen Eingewöhnungszeit Ihrem neuen Familienmitglied aufsuchen. Er wird den Gesundheitszustand des Hundekindes feststellen und legt mit Ihnen einen individuellen Fahrplan für die nötigen Impfungen und Entwurmungen fest. Wenn Welpen aus einer guten Haltung stammen, sind in der Regel bereits das erste Mal gegen Parvovirose (P), Staupe (S), ansteckende Leberentzündungen (H) und Leptospirose (L) geimpft worden. Nach zehn Wochen sollte der Kleine nochmals gegen SHPL und zusätzlich gegen Tollwut (T) geimpft werden. Um sicher zu gehen, dass die Impfung wirksam ist, ist es empfehlenswert, ihn nach einem halben Jahr nochmals gegen SHPLT zu impfen.

Parasitenfrei vor der Impfung
Es ist zudem empfehlenswert, dass der Welpe vor jeder Impfung Parasitenfrei ist. Denn Parasiten, insbesondere Würmer, können die Wirksamkeit der Impfung beeinträchtigen. Da die Muttermilch im Normalfall stets Larven dieser Wurmart übertragen, muss man davon ausgehen, dass jeder Hundewelpe zumindest von Spulwürmern befallen ist. Ene Entwurmung reicht aufgrund des Lebenszyklus dieser Parasiten nicht aus. Es werden tatsächlich nur im Darm aufhaltende Parasiten von einem Wurmmittel erreicht, obwohl sich die Würmer in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien auch in unterschiedlichen Körperregionen und Organen aufhalten. Um alle Wurmgenerationen sicher abzutöten, ist es wichtig, dass Welpen in regelmäßigen Abständen entwurmt werden.

Gesundheitserziehung
Viele Hunde lassen sich nur ungern an Ohren, Fang oder Pfoten berühren. Einige Tiere reagieren sogar so aggressiv, dass diese nur unter Beruhigungsmitteln oder mit Maulkorb untersucht werden können. Das bedeutet Stress für Hund, Halter und Tierarzt. Sie sollten Ihren Welpen von Anfang an an alle Berühungen der Körperteile gewöhnen. Er soll lernen, dass Berührungen durch Menschen angenehm sind. Mehrmals täglich sollten Sie ihm in die Ohren sehen, die Pfoten untersuchen, die Lefzen heben, das Zahnfleisch berühren, usw. Wenn er still hält, dann belohnen Sie ihn. Empfehlenswert ist es, den Welpen sanft und liebevoll, aber konsequent an das Zähneputzen zu gewöhnen – das schont Ihre Tierarztkosten und erspart ihm eventuell schmerzhafte Zahnprobleme.

So lernt ihr angeleinter Hund ruhig auf Sie zu warten

Foto von JMacPherson

Foto von JMacPherson

Sie wollen während dem Gassigehen etwas erledigen und müssen den Hund draußen vor dem Laden anleinen. Haben Sie damit auch Schwierigkeiten? Nachfolgend erfahren Sie, wie Ihr Hund in solchen Situatioen ruhig auf Sie wartet.

Kombinieren Sie das Bleiben mit anderen Kommandos
Über die Grundkommandos „Sitz“ und „Platz“ erlernt Ihr Hund den Befehl „Bleib“ am einfachsten. Suchen Sie sich mit Ihrem Hund einen ablenkungsfreien Ort und lassen Sie Ihren Vierbeiner vor Ihnen absitzen oder abliegen. Um die Verbindung und Aufmerksamkeit des Hundes beizubehalten, müssen Sie den Hund angeleint lassen. Ab jetzt kombinieren Sie dabei das „Sitz“ bzw. „Platz“  mit dem Wort „Bleib“.

Stets Loben statt Schimpfen
Auch hier dürfen Sie selbstverständlich nicht mit Lob sparen. Wenn Ihr bellender Hund anfangs nicht in der gewünschten Stellung bleibt, dürfen Sie ihn aber nicht schimpfen. Hier helfen ein ruhiges aber bestimmtes „Nein!“, Geduld  und das erneute In-Position-Bringen unter Verwendung der entsprechenden Worte und Sichtzeichen.

Erweteitern Sie den Ort- und Zeitfaktor
Die Entfernung zwischen Ihnen und Ihrem Hund sowie der Zeitfaktor mit stets ausgeweitet werden. Schließlich Selbst wenn Sie außer Sichtweite sind, sollte ihr vierbeiniger Freund in der Position verharren. Erst wenn der vorausgegangene Schritt wirklich sitzt, dürfen Sie die Übung erschweren .

Die richtige Verwendung von Sichtzeichen
Sie können von nun an folgendes Sichtzeichen mit ihm üben, wenn Ihr Vierbeiner das Hörzeichen hundertprozentig beherrscht: Ihre Handfläche zeigt am ausgestreckten Arm zu Ihrem Hund. Dies symbolisiert dem Vierbeiner ein Verharren in der momentanen Position oder auch ein Stopp. Sie können das Hörzeichen mit der Zeit durch das Sichtzeichen ersetzen, wenn auch das sicher funktioniert.

Im Alltag ausprobieren
Sie können es in Ihren Alltag integrieren, sofern Ihr Hund das „Bleib“ perfekt beherrscht. Auf Spaziergängen gibt es immer wieder Situationen, in denen sich das „Bleib“ bewährt. So wird die Pilz- oder Beerensuche viel entspannter; trotzdem darf aber Ihr treuer Gefährte dabei sein. Kein Problem, wenn Sie auf einer Wanderung eine kleine Brotzeit einlegen möchten. Vor Gefahren kann selbst ein antrainiertes Stehen-, Sitzen- oder Liegenbleiben auf Befehl den Vierbeiner zudem schützen (z.B. verstreute Glasscherben, Straßenverkehr, Lagerfeuer, das Auffinden kranker oder verletzter Wildtiere, etc.). Dennoch sollten Sie Ihren Hund nie länger vor einem Laden sitzen lassen. Schließlich ist das eine gute Gelegenheit für Hunde-Diebstahl.

Ein Hundetrainer kann helfen
Reagiert ihr Hund auch nach dem dritten oder vierten Mal nicht auf das Kommando und folgt somit nicht so, wie in unserer Anleitung beschrieben, dann nehmen Sie ruhig die Hilfe eines Hundetrainers in Anspruch. Ein professionellen Trainer kann das sofort erkennen, wenn ein Fehler beim Üben gemacht wurde, das Sie nicht gemerkt haben.

Leland Melvin’s tierisches Nasa-Fotoshooting

Foto von Nasa

Foto von Nasa

Ganz ohne Ausbildung haben es die zwei Hunde Jake und Scout bis ins Fotostudio der US-Raumfahrtbehörde Nasa geschafft. Sie haben es zumindest gelernt, still zu sitzen, wie die Aufnahmen zeigen. Den Astronauten Leland Melvin und zugleich ihr Herrchen umrahmen sie brav. Er trägt den orangefarbenen Nasa-Anzug, hinter ihm steht das Modell eines Space Shuttle. Offensichtlich schleckt einer der Hunde Melvins Ohr ab, das auf dem Bild zu sehen ist.

Auf Twitter wurden die Hundefotos aus dem Studio der Weltraumbehörde tausendfach geteilt. Eines davon hat Melvin zum Profilbild seines Twitteraccounts @Astro_Flow gemacht. Als bestes Nasa-Porträt aller Zeiten wird von seinen Followern das Bild mit dem Hund am Ohr gefeiert.

Als bestes Nasa-Porträt aller Zeiten wird das Bild von seinen Followern mit dem Hund am Ohr gefeiert.

1998 begann er 50-jährige Melvin seine Astronautenausbildung bei der Nasa. Mit einem Shuttle ist er 2008 und 2009 ins All geflogen. 565 Stunden, fast 24 Tage verbrachte er im Orbit.

Ein kurzer Blick in die Postings des Astronauten bei Twitter zeigen seine Liebe zu Hunden. Jake und Scout tauchen immer wieder auf – aber auch Fotos anderer Hunde, darunter auch eine Montage, die einen Vierbeiner in Raumfahrtanzug auf dem Mond zeigt. Sogar ein Auftritt in die US-Fernsehshow „Der Hundeflüsterer“ gelang Melvin durch seine Hundeliebe .